Ergotherapie
Verhaltensstörungen
Verhaltensstörungen können Ausdruck einer unausgeglichenen Reizverarbeitung und fehlender Selbstregulation im Nervensystem sein.
AD(H)S zeigt sich durch anhaltende Schwierigkeiten in Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbstregulation und entsteht durch eine unausgeglichene neuronale Zusammenarbeit im Gehirn.
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Autismus beschreibt eine neurobiologische Besonderheit, bei der Wahrnehmung, Kommunikation und Reizverarbeitung anders organisiert sind.
Zwangsstörungen entstehen durch eine Fehlsteuerung der emotionalen und kognitiven Kontrollmechanismen im Nervensystem.
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Tics und Tourette sind Ausdruck unwillkürlicher motorischer oder vokaler Impulse, die durch eine gestörte neuronale Hemmung entstehen.
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Entwicklungsstörungen zeigen sich, wenn neuronale Reifungsprozesse in Bereichen wie Motorik, Sprache oder Wahrnehmung verzögert verlaufen.
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Das Problem
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Verhaltensstörungen erleben häufig eine anhaltende innere Anspannung.
Emotionen, Impulse oder Handlungen lassen sich nur schwer steuern, Reaktionen wirken übersteigert, unangemessen oder kaum kontrollierbar – obwohl Betroffene ihr Verhalten oft selbst als belastend empfinden.
Diese Verhaltensmuster sind kein Zeichen mangelnder Disziplin oder Erziehung, sondern Ausdruck einer Dysbalance im Nervensystem.
Das Gehirn reagiert überaktiv auf innere oder äußere Reize, Sicherheit und Gefahr werden falsch bewertet, echte Entspannung fällt schwer.

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Was steckt hinter Verhaltensstörungen?
Zwangsstörungen entstehen, wenn Reizverarbeitung und Hemmmechanismen im Gehirn nicht harmonisch zusammenarbeiten.
Bestimmte neuronale Netzwerke – vor allem in den Bereichen für Selbstregulation und emotionale Kontrolle – sind überaktiv, während „bremsende“ Systeme zu wenig aktiv sind.
Typische Merkmale:
aufdringliche, sich wiederholende Gedanken (Zwangsgedanken)
ritualisierte Handlungen oder Kontrollzwänge
starke innere Anspannung, wenn Rituale unterbrochen werden
überhöhtes Verantwortungsgefühl und Perfektionismus
körperliche Unruhe oder Stresssymptome
Diese Muster halten den Körper in einem ständigen Alarmzustand – doch sie sind trainierbar, wenn das Nervensystem lernt, Reize wieder richtig zu bewerten und zu verarbeiten.
Wer ist betroffen?
Verhaltensstörungen können in allen Altersstufen auftreten:
Kinder zeigen auffälliges, impulsives oder emotional instabiles Verhalten, oft als Ausdruck innerer Überforderung.
Jugendliche kämpfen mit starken Emotionen, Kontrollverlust oder sozialem Rückzug.
Erwachsene erleben anhaltende innere Anspannung, Erschöpfung, Schlafprobleme oder emotionale Dysregulation.
Viele Betroffene unterdrücken ihre Symptome aus Angst vor Bewertung. Dabei sind Verhaltensstörungen keine Charaktereigenschaft, sondern eine neurophysiologische Fehlsteuerung, die gezielt beeinflusst werden kann.
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Wie hilft unser Training bei Verhaltensstörungen?
Das neurophysiologische Training zielt darauf ab, die Balance zwischen Aktivierung und Regulation im Nervensystem wiederherzustellen.
Durch gezielte Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen werden Stressreaktionen reduziert, Reizfilterung verbessert und Selbststeuerung aufgebaut.
Trainingspartner lernen, Körper und Gehirn wieder als Einheit wahrzunehmen – innere Ruhe, emotionale Stabilität und Handlungsfähigkeit entwickeln sich Schritt für Schritt.
Häufige Effekte:
Unsere drei Schritte der modernsten Methode zur
Intervention bei Verhaltensstörungen

1. Schritt
Neurofunktionelles Assessment
Ein ganzheitlicher Check des Nervensystems: Wir erfassen die Entwicklung von Reflexen und aller Sinne und bewerten zusätzlich neuroimmunologische Einflüsse.

2. Schritt
Individueller Trainingsplan
Wir entwickeln einen maßgeschneiderten Trainingsplan, der gezielt an den vorhandenen Stärken ansetzt und Schwächen systematisch ausgleicht.

3. Schritt
Durchführung des Trainings
Durchführung des neurophysiologischen Trainingsplans mit professioneller Anleitung, regelmäßiger Überprüfung der Ergebnisse und Anpassung an den individuellen Entwicklungsverlauf.






