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Verhaltensstörungen

Tics & Tourette

Wenn Bewegungen und Geräusche nicht mehr steuerbar sind.

Das Problem

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Tics oder Tourette-Syndrom erleben wiederkehrende, unwillkürliche Bewegungen oder Lautäußerungen.
Diese Impulse lassen sich meist nur kurzfristig unterdrücken – je mehr man versucht, sie zu kontrollieren, desto stärker werden sie.

Die Ursache liegt nicht im „Willen“ der Betroffenen, sondern in einer neurologischen Fehlsteuerung der Reizverarbeitung.
Das Gehirn sendet ungewollte Aktivierungssignale an Muskeln und Stimme, weil die hemmenden Systeme im Nervensystem nicht optimal funktionieren.

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Was steckt hinter Tics und Tourette?

Tics entstehen, wenn neuronale Schaltkreise zwischen motorischen, emotionalen und sensorischen Zentren nicht harmonisch zusammenarbeiten.
Das betrifft zentral die Basal-Ganglien – Gehirnstrukturen, die für Bewegungssteuerung und Impulskontrolle verantwortlich sind.

Typische Merkmale:

  • wiederkehrende, plötzliche Bewegungen (z. B. Blinzeln, Grimassen, Zuckungen)

  • unwillkürliche Laute, Räuspern oder Worte

  • verstärkte Symptome bei Stress, Müdigkeit oder Aufregung

  • vorübergehendes Unterdrücken möglich, danach starker Drang zur Ausführung

  • innere Spannung und Erleichterung nach dem Tic

Tics sind nicht bewusst gesteuert – sie spiegeln eine Überaktivität bestimmter neuronaler Netzwerke wider, die sich durch gezieltes Training regulieren lassen.

Wer ist betroffen?

Tics treten meist im Kindesalter auf, können aber auch Jugendliche und Erwachsene begleiten.

  • Kinder entwickeln häufig motorische oder stimmliche Tics, die sich in Phasen verstärken oder verändern.

  • Jugendliche erleben sozialen Druck, Unsicherheit und Scham, da sie die Tics kaum kontrollieren können.

  • Erwachsene leiden unter Erschöpfung, Scham oder Stress durch die ständige innere Anspannung.

Viele Betroffene erleben starke Symptome in Stresssituationen – ein Hinweis darauf, dass das vegetative Nervensystem überreizt ist und durch Training beruhigt werden kann.

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Wie hilft unser Training bei Tics und Tourette?

Das neurophysiologische Training stabilisiert die Kommunikation zwischen Gehirn, Muskeln und Wahrnehmungssystemen.
Durch gezielte Bewegungs-, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen wird das Nervensystem reguliert und hemmende Gehirnstrukturen aktiviert, wodurch sich unwillkürliche Impulse schrittweise verringern können.

Trainingspartner lernen, Spannung abzubauen, Bewegungen bewusster zu steuern und Stressreize besser zu verarbeiten.


Beobachtete Verbesserungen:

reduzierte Häufigkeit und Intensität der Tics
mehr Ruhe und Körperkontrolle
bessere emotionale Selbststeuerung
geringere Reizempfindlichkeit
gesteigertes Wohlbefinden und Selbstvertrauen

Unsere drei Schritte der modernsten Methode zur

Intervention bei Tics & Tourette

1. Schritt

Neurofunktionelles Assessment

Ein ganzheitlicher Check des Nervensystems: Wir erfassen die Entwicklung von Reflexen und aller Sinne und bewerten zusätzlich neuroimmunologische Einflüsse.

2. Schritt

Individueller Trainingsplan

Wir entwickeln einen maßgeschneiderten Trainingsplan, der gezielt an den vorhandenen Stärken ansetzt und Schwächen systematisch ausgleicht.

3. Schritt

Durchführung des Trainings

Durchführung des neurophysiologischen Trainingsplans mit professioneller Anleitung, regelmäßiger Überprüfung der Ergebnisse und Anpassung an den individuellen Entwicklungsverlauf.